Titelbild Online Marketing Rockstars Snapchat Story

Interone @ Online Marketing Rockstars 2017

6. März 2017

Wenn die Online Marketing Rockstars sind, geht die ganze Branche hin. Oder zumindest ziemlich viele. Wir waren dieses Jahr natürlich auch wieder mit vor Ort und haben uns umgeschaut, getestet und zugehört.

Wenn die Technik streikt und wie man damit umgeht

Viele Geschichten über die Online Marketing Rockstars fangen dieses Jahr gleich an: Die OMR 2017 begann mit Warten, Hamburger Schietwetter und ausgefallenen Servern. Letzteres ist bei einer “Online Marketing”-Veranstaltung etwas peinlich, aber der Umgang damit war souverän: Bargeldloses Bezahlen geht nicht? Dann eben Essen und Trinken für lau. Chapeau.

Frauen & Autos – Nein wir sind nicht auf der IAA

Endlich drin. Erster Eindruck: Ordentliches Hipster-Aufkommen, gut gemischt mit Techis und Marketeers. Fast alle sind jung. Die Online Marketing Rockstars ziehen laut Veranstalter dieses Jahr 25.000 Besucher an. Wir können bestätigen: Es ist voll.

Ganz in Rockstar-Manier konnte man sich Tattoos umsonst stechen lassen oder sich schon mal auf Wacken (nebenbei: vom 3.8. bis 5.8.2017) einstimmen. Als Digitalos interessieren wir uns aber eher für die Kaffeebestellung per Chatbot oder den Roboter der tanzt, auf Gesten reagiert und versucht, das Alter seines Gegenüber zu schätzen. Wobei die Betonung auf “versucht” liegt. Auch nicht schlecht: Die Besichtigung des Audi R8 auf dem Mond (!), mittels VR-Brille. Nicht neu, aber trotzdem cool. Überhaupt, VR geht immer.

Von halbnackten Damen, die live in der Halle bodybepaintet wurden, ließen wir uns nicht ablenken und horchten stattdessen in Vorträge und Masterclasses rein. Es ging unter anderem um Chatbots, die Verteilung der TV-Werbebudgets, das Facebook-Channel-Universum und “Mobile only”. Auch hier: alles nicht wirklich neu. Vieles, was rund um die Expo besprochen wurde, ist weitestgehend bekannt. Echte Neuigkeiten waren eher rar, oft ging es vor allem um Vertrieb und Verkauf.

Casey Neistat, Casey Neistat, Casey Neistat

Und das Highlight? Ganz klar Casey Neistat. Original O-Ton einer Interone-Kollegin: “Mit dem würde ich sofort das Leben tauschen”. Authentischer Typ, weil er nur das macht, worauf er Lust hat: „Forget the plan, embrace the risk“ war entsprechend sein Credo. Ein echter Influencer, der sich zwar bezahlen, aber nicht kaufen lässt. Für Nike oder Mercedes hat er vorgemacht, wie gut Youtube-Stars für Marken funktionieren, wenn man bereit ist, sie einfach machen zu lassen. Nur die Fanta4, Fettes Brot und Udo Lindenberg dürften ähnlich viel Applaus wie Neistat bekommen haben. Und so spottete er über einen Nörgler auf Twitter, der ihn als „overvalued“ bezeichnete: „Guys like you belong to the old media world. Sipping champaign on the deck of the Titanic. While we – the creators – are the iceberg“.

OMR 2017 – was bleibt

Die Expo allein war bunt, lustig und unterhaltsam, hatte aber inhaltlich nicht viel Neues zu bieten. Auch der Kongress hatte „nothing new“ im „always-on“ – hier dominierte ein Mobile Fokus, während alternative Interfaces wie Voice etwas kurz kamen. Immerhin erklärte Alexander Nix von Cambridge Analytica noch, wie man mit Big Data und 300.000 Polls im Monat Wahlen für Trump gewinnt – legitim die Frage eines Podiumsgastes dazu: „Are you happy now?“. Als Kontrast zu Casey Neistat und Co. gelungen, auch wenn sich niemand über diesen Erfolg freuen konnte. Für die Masterclasses konnte man sich im Vorfeld (theoretisch) anmelden, aber die Kurse waren entweder sehr schnell voll oder das Buchungssystem ging in die Knie, sodass eine Anmeldung gar nicht erst möglich war. Schade.

Trotzdem kommen wir nächstes Jahr wieder, weil es bei den Online Marketing Rockstars eben doch ein bisschen lockerer zugeht, als etwa bei der DMEXCO. Man trifft viele Kollegen, kann sich gut vernetzen. Und ja, die Partys sind auch nicht schlecht. 

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Sandra Schwarz
Sandra Schwarz

Manager Corporate Communications and Strategy

+49 40 432969-5530

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