Meet Ulf, Senior Software Engineer bei Interone

Montagnachmittag poppt pünktlich unten rechts auf dem Bildschirm die Erinnerung auf: Termin mit Ulf Kühnle, der uns via MS Teams von seinem Arbeitsleben bei der Interone und Proximity Technology berichten wird. Ulf grüßt freundlich in die Kamera, er trägt ein schwarzes T-Shirt auf dessen Mitte ein bunter Zauberwürfel prangt. Ob er uns damit ein Hinweis geben will, dass es jetzt kompliziert wird? Immerhin nicht ganz abwegig, denn in seiner Position kümmert er sich bei der Interone und Proximity Technology um die Dinge, die für die einen nach unlösbarem Mysterium klingen und für andere, wie Ulf, nach spannender Challenge. Meet Ulf, Senior Software Engineer.

Über Forschungsschiffe und Windkanäle zur Interone 

Im Team mit weiteren Entwicklerinnen und Entwicklern, UX-Designern und Project Ownern ist Ulf für alle technischen Entwicklungsprozesse der Kunden verantwortlich: von der Analyse und Konzeption über die Gestaltung von IT-Architekturen und Programmierung bis hin zu Integration und Testing von Software. Aktuell nimmt das Team beispielsweise für den Kunden Dräger eine große Cloud Migration für das eigens entwickelte Content-Management-System vor.

Ulf liebt solche Dinge. Er ist Entwickler aus Leidenschaft und sieht in dem Job eine enorm spannende Aufgabe. „Wir müssen uns immer sehr viel Neues aneignen“, sagt er, „immer am Zahn der Zeit bleiben, also stets bereit sein, dazuzulernen.“ Und Ulf, so viel kann man sagen, bringt diese Bereitschaft seit je her mit.

Ende der Neunzigerjahre studierte er Ingenieurinformatik im Harz, ehe er im Jahr 2000 als Softwareentwickler ins Berufsleben einstieg. Von Beginn an war Ulf einer derjenigen, der für die komplexen Aufgaben zuständig ist. Also arbeitete er die nächsten zwölf Jahre im Messdaten-Management und entwickelte Software für mehrere große deutsche Forschungsschiffe. Weiter ging es mit Leitsystemen für Windkanäle für die großen deutschen Automobilhersteller. Nach zwei Stationen bei Firmen, die Software für die Logistik entwickeln, landete er schließlich 2018 bei der Interone und Proximity Technology in Hamburg.

Im Herzen Entwickler. Für das Team ein Lead.

Und während Ulf es liebt, zu entwickeln, liebt das Team Ulf – und beförderte ihn immer wieder zum Team Lead. Bereits bei seiner ersten beruflichen Station war er zunächst Entwickler, dann technischer Projektleiter, dann Projektleiter. „Ich habe aber irgendwann gemerkt, dass ich eher technikaffin bin, als gut darin, Aufgaben hin und herzuschieben und brauchte nach zwölf Jahren in einer Firma auch mal einen Tapetenwechsel“, sagt er. Also ging es wieder in die Entwicklung, dieses Mal in der Logistikbranche.

Aber auch hier dauerte es nicht lange und Ulf wurde zum Teamleiter der Softwareentwickler:innen befördert. „Leider war hier aber unter anderem viel Maintenance für veraltete Systeme zu leisten“, sagt Ulf rückblickend, „das Angebot der Proximity Technology kam also genau zur richtigen Zeit und war sehr verlockend.“ Nächste Station: Interone und Proximity Technology. Titel: Senior Software Engineer. Das, was er liebt.

Drei Jahre später passierte das Übliche, Ulf bekam die Position des Tech Lead angeboten. „Ich habe in diesen Jahren noch mal enorm viel dazu gelernt“, sagt Ulf. „Jetzt war die Zeit reif und in dieser Konstellation war auch dieses Angebot verlockend.“ Auf dem Papier – und im Herzen – ein Entwickler. Für das Team ein Lead. Ulfs Werdegang 'in a nutshell'. Doch Ulf betont: „Hier bei Interone fühle ich mich sehr wohl in der Rolle des Tech Lead. Sie beinhaltet wenig Politik, es geht um die Technik, um Koordination, darum, dass die Gesamtlösung auf stabilen Füßen steht und in die richtige Richtung entwickelt wird.“

Natürlich sei er zusammen mit den anderen beiden Business Unit Leads auch in Themen wie Mitarbeitendenführung oder Bewerbungs- und Feedbackgespräche gefordert. Aber auch das mache ihm Spaß, genauso wie die Kundebetreuung oder, wenn es mal knifflig wird, das Team zu stabilisieren. Und Ulf entwickelt teilweise auch weiterhin. Denn mittlerweile haben alle verstanden, dass es ohne nicht geht.

Im Fokus: das Team.

Doch insgesamt sei es völlig egal, wer welche Position bekleidet, denn bei Interone und Proximity Technology wird ohnehin Wert auf agiles Arbeiten gelegt. „Oder wie unser CEO Boris kürzlich sagte: Das eine ist das, was man im Team ausfüllt und das andere ist das, was auf dem Papier steht.“

Eine Erkenntnis, die Ulf wichtig ist – und weshalb er sich auch in seiner Lead Rolle wohlfühlt. „Es geht nicht um Titel oder irgendetwas, das von oben vorgegeben wird,“ erklärt er. „Wir haben flache, fast schon verschwindende Hierarchien. In unserer Arbeitskultur streben wir immer an, Dinge im Team zu entscheiden, das Team zu befähigen, den Weg mitzugestalten. Jede Person hat bei uns die Möglichkeit, sich einzubringen. Wir pflegen ein offenes und sehr wertschätzendes Miteinander.“

Ein Miteinander, das sich durch die Homeoffice-Situation verändert hat – aber im Kern aufrechterhalten blieb. „Wir haben auch Online-Formate, die den persönlichen Austausch weiter anregen“, erzählt Ulf. „Die sind alle schön und machen Spaß – können nur leider nicht den persönlichen Austausch vor Ort ersetzen.“ So funktioniere das Remote-Arbeiten erstaunlich gut und auch der unternehmerische Erfolg bliebe nicht aus. „Aber mir fehlt das vor Ort sein, der Austausch, sei es über das Projekt oder Privates.“ Eine in der Firma weit verbreitete Meinung – nicht nur wegen der unglaublich guten Kaffeemaschine, an der man sich sonst gerne zum nachmittäglichen Schnack trifft.

Mit dem Zauberwürfel in der Hand

Aber vorerst führt Ulf das Team hauptsächlich remote und ist, wenn er gerade nicht arbeitet, „nicht mehr so viel technisch unterwegs“, wie er sagt. Ob Renn- oder Trekkingrad, Klettern oder Bouldern: In Süddeutschland geboren, im Harz Abitur gemacht und studiert, kehrt Ulf der Technik in seiner Freizeit gerne den Rücken und ist vor allem draußen in der Natur. Und natürlich bleibt er auch up to date, aus seiner Sicht Teil der Jobbeschreibung eines Software Engineers.

Hat er Tipps, wie man am besten auf dem neuesten Stand bleibt? „Ich verfolge Tech Blogs oder halte mich auf YouTube auf dem Laufenden, ich lese Bücher zum Thema Coding oder gehe auf Konferenzen. Da wird man immer inspiriert“, sagt er und hält lachend einen Zauberwürfel in die Kamera, den er anscheinend schon die ganze Zeit in der Hand hält. Passend zum Shirt. Wahrscheinlich hat er ihn währenddessen blind gelöst. Mehrmals. Das ist Ulf, Senior Software Engineer, Tech Lead – und der Mann für die komplizierten Dinge.