Meet Bianca, Senior Software Engineer bei Interone

„Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen“, sagt Bianca, Senior Software Engineer bei Interone und Proximity Technology, und grinst in die Kamera. Sie meint ihren Job, genau genommen die Voraussetzungen, unter denen sie arbeitet. „Viele denken, meine Arbeit wäre staubtrocken. Aber im Gegenteil. Ich bin frei in der Umsetzung und benutze die neueste Technologie, die auf dem Markt ist.“

Seit 15 Jahren ist Bianca mittlerweile als Software Engineer tätig. Sie kam als Quereinsteigerin und ihre Leidenschaft ist bis heute ungebrochen. Im Gespräch erzählt sie uns, wie es ist, als Software Engineer die Digitalisierung Deutschlands mitzugestalten, was eine gesunde Arbeitskultur für sie bedeutet und was sie außerhalb ihres Arbeitsalltags macht.

„Die würden uns wahrscheinlich die Tür einrennen."

Bianca ist diplomierte Bauingenieurin. Nach einer weiteren dualen Ausbildung im Bereich „Anwendungsentwicklung Wirtschaft“ ist sie in ihr Berufsleben „reingerutscht“, wie sie sagt. Denn eigentlich wollte sie nie zwingend im Bauingenieurswesen arbeiten. Also wagte sie den Quereinstieg als Software Engineer. Sie selbst sei „schon immer naturwissenschaftlich geprägt“ gewesen. „Diese Affinität ist natürlich ein großer Vorteil. Und wenn man dazu noch ein bisschen logisches Denken, Spaß an Zahlen, Neugierde und die Lust darauf mitbringt, immer am Puls der Zeit zu bleiben – dann ist das auf jeden Fall genau der richtige Job.“ Und das beschreibt die Leidenschaft ganz gut, die Bianca für ihren Job als Entwicklerin in sich trägt. Denn Bianca liebt es, „sich im Code auszutoben“. Sie beschreibt ihren Job unter anderem so: „Was für einige vielleicht langweilig klingt, ist in Wahrheit vielseitig und kreativ.“

Seit sechs Jahren ist Bianca mittlerweile bei Interone und Proximity Technology. In ihrem Team, bestehend aus einem Project Owner und fünf Entwickler:innen, ist sie für Java-Entwicklungen im e-Gouvernement zuständig. Dabei geht es um die Digitalisierung behördlicher Prozesse in Deutschland. Ein wichtiger Job. Wer sich manchmal fragt, warum Anträge bisweilen immer noch ausgedruckt und per Post versandt werden, weiß, wovon die Rede ist. Auch Bianca sieht das so. „Ich bin die meiste Zeit meines Lebens in diesem Bereich unterwegs. Im Ausland, für die Finanzverwaltung, für das Ministerium für Arbeit, das Ministerium für Wirtschaft.“

Die Digitalisierung Deutschlands ist für sie eine große Aufgabe. Eine, die ihr Spaß macht. „Mein Job ist immer ein bisschen stigmatisiert, gilt als trocken, kompliziert. Aber ich bin frei in der Wahl der Umsetzung, nutze neueste Technologie, alles, was auf dem Markt ist. Wenn die Leute das wüssten, würden die uns die Tür wahrscheinlich einrennen, um bei uns zu arbeiten.“

„Wir treffen alle Entscheidungen im Team.“

Und wer das in Düsseldorf macht, der trifft auf Bianca und ihr Team, auf eine selbstbestimmte, von Offenheit geprägte Arbeitskultur – und im digitalen Raum auf zahlreiche Kolleg:innen aus Hamburg, München und Berlin. „Wir arbeiten standortübergreifend“, sagt Bianca. „Und wir arbeiten agil. Das heißt, wir organisieren uns selbst, alle Entscheidungen werden im Team besprochen und getroffen. Das Team ist selbst für die Erledigung der Arbeit verantwortlich.“ Wichtig sei, dass alle das Gefühl haben, die eigene Meinung sagen zu können – und das auch tun. „Es muss schon eine Kultur dafür da sein“, findet Bianca. „Und die ist hier definitiv gegeben.“

Und während Bianca sich in ihrem Berufsalltag zusammen mit ihrem agilen Team um die Digitalisierung Deutschlands kümmert, genießt sie im Privaten vor allem die Vorzüge des analogen Lebens. „Da bin ich froh, wenn ich mich mal nicht mit Software beschäftige“, sagt sie. Sie kocht, geht wöchentlich zum von der Firma angebotenen Yoga-Kurs oder macht Sling-Training. Eine Tätigkeit, die sie so beschreibt: „Ich springe mit Bungeejumping-Seilen durch die Gegend. Das ist wie bei Mission Impossible, wenn Tom Cruise in diesem Schacht hängt.“

Dinge also, die seit einiger Zeit umso besser mit dem Beruf zu vereinbaren sind. Dank Homeoffice. „Da haben sich natürlich viele neue Möglichkeiten ergeben, ich bin mittlerweile wahnsinnig flexibel“, sagt Bianca. „Durch das flexible Arbeiten kann ich alles unter einen Hut bringen, ohne meine Tochter und meine Hobbies zu vernachlässigen. Und das wird bei uns zum Glück auch so bleiben, wenn wir wieder im Büro arbeiten – worauf ich mich wahnsinnig freue.“