Bootcamp-Praktikant:innen gewinnen Publikumspreis bei Ideenwettbewerb

Sie kamen, sie pitchten, sie siegten – so könnte man die vergangenen fünf Monate unserer diesjährigen Bootcamp-Praktikant:innen zusammenfassen. Denn was Angelina (Projektmanagement), Ashley (Projektmanagement), Krystian (Projektmanagement) und Kevin (Motion Design) zusammen mit den Kollegen Marcel (Junior Content Creative) und Julian (Junior Designer) in dieser Zeit auf die Beine stellten, lässt kaum noch Wünsche offen. Und dabei geht es natürlich nicht nur um den alltäglichen Agentur-Wahnsinn, den die vier Bootcamper:innen innerhalb kürzester Zeit kennen gelernt und gemeistert haben. Sondern auch – und vor allem – um die finalen acht Wochen des Praktikums, die mit dem Publikumspreis bei ihrem ersten Pitch gekrönt wurden.

Aber der Reihe nach: Dass Praktikant:innen bei Interone bei einem eigenen Picht antreten, hat bei uns Tradition. Mal bei internen Projekten, mal bei Projekten auf realen Kunden. Natürlich sind das keine echten Pitches, aber eben so, dass das Projekt unter möglichst realen Pitch-Bedingungen umgesetzt wird. In diesem Jahr war es zum ersten Mal ein Ideenwettbewerb, ausgeschrieben vom Bayrischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, der uns als Initialzündung diente. Die Ausschreibung kurzerhand in ein knackiges Briefing verpackt, Kick-off-Termin eingestellt –schon waren unsere Bootcamper:innen mittendrin in ihrem ersten eigenen Projekt.

Challenge accepted!

Durch eine zunehmende Rückbesinnung auf das Naturerleben leidet Bayern unter vermehrten Naturbelastungen. Mit „Ausgewildert“ rief das Bayerische Staatsministerium dazu auf, kreative Ideen einzureichen, die ein Bewusstsein für naturfreundliches Verhalten schaffen. Teilnehmen konnte jede Idee, ganz gleich, ob auf Papier oder im Web, auf Social Media oder als klassische Kampagne.

Uns als Digitalagentur war das natürlich nicht egal. Weshalb wir im internen Briefing gleich mal konkrete Pitch-Anforderungen hinzugefügt haben. Denn wenn wir bei Interone eine Kreativkampagne entwerfen, sind digitale Touchpoints natürlich ein Must-have. Zu der regulären Ausschreibung kamen also noch ein paar Challenges hinzu, wie das Skizzieren einer Kommunikationsstrategie, inklusive Zielgruppenanalyse, Positionierungsstatement und Customer Experience Journey Mapping. Oder das Entwerfen eines Kreativkonzepts mit der Visualisierung erster Ideen, Umsetzungsformen und Formaten sowie das Verfassen einer groben Roadmap mit einer Team- Aufstellung zur Umsetzung. Klingt nach Herausforderung? Aber natürlich, dafür sind wir ja schließlich hier.

Kennenlernphase im Homeoffice

„Wir hatten direkt mit vielen Herausforderungen zu kämpfen“, sagt Angelina, die ihr Praktikum am Standort Hamburg absolvierte, rückblickend. „Herangehensweise, Rollenverteilung, das Remote-Arbeiten über mehrere Standorte hinweg – noch dazu kannten wir uns bis dahin kaum. Aber durch viel Unterstützung aus dem gesamten Interone-Team und die stetigen Learnings konnten wir am Ende doch eine komplett ausgearbeitete Kreativkampagne vorlegen, auf die wir alle stolz sind.“

Um das zu erreichen, fehlte zu Beginn aber noch ein wenig Input. Ein Design-Thinking-Workshop mit UX-Expertin Evelyn und ein Strategie-Workshop mit unserer Strategin Julia gaben den Rahmen vor. Unsere Bootcamper:innen mussten ihn nur noch ausmalen. Unterstützung gab es außerdem von unseren beiden Junioren Marcel und Julian aus der Kreation. So wurde das Team nicht nur breiter aufgestellt – auch konnten Julian und Marcel gleichzeitig erste Pitch-Erfahrungen sammeln. Klassische Win-Win-Situation also – für alle Beteiligten.

Fehler machen will gelernt sein

„Zu Beginn haben wir viele Fehler gemacht“, sagt Angelina. „Aber rückblickend finde ich es sehr gut, dass man uns diese Fehler hat machen lassen. Sonst wären wir heute nicht, wo wir sind.“ Auch Krystian sieht das ähnlich: „Dass Brainstorm-Sessions über Microsoft Teams nicht so gut funktionieren, haben wir zum Glück relativ schnell gemerkt. Als wir dann unsere Learnings aus den ersten Irrwegen zogen, haben wir es geschafft, eine klarere Rollenverteilung an den Tag zu legen.“

„Und nicht nur das“, fügt Ashley hinzu. „Nach den kleineren Fehlern, den Workshops und den Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen, war uns auch erst richtig klar, wie wir vorgehen müssen.“ Heißt konkret: Erst kommt die Strategie, dann die Kreation. Auch wenn es natürlich verlockend ist, erst einmal alles, was einem zum Thema einfällt, in kreativen Output zu verpacken.

Es folgten also die Zielgruppen- und Persona-Analyse, Brainstormings, die Kreation inklusive Copy und Design und immer wieder Schulterblicke mit unserem Creative Director Alex, der als Sparringspartner jederzeit zur Verfügung stand. Und schließlich war sie fertig: die Präsentation mit dem Titel „Grimm ungefiltert – gemeinsam für ein Märchenhaftes Bayern“.

Die Idee dahinter: bekannte Märchen der Gebrüder Grimm als Vorlage nehmen und den Kontext visuell und inhaltlich verändern, um die Menschen auf unachtsames Verhalten in der Natur aufmerksam zu machen. Kampagnenclaim, Keyvisual, Homepage, Video, Online-Banner, Offline- sowie Social-Media-Umsetzung – alles wurde bedacht und schließlich in ein Kreativkonzept verpackt, das sich sehen lassen kann.

Auch digitaler Applaus kann klatschen

Im Mai, einen Monat vor Abgabe, war Generalprobe angesagt. Der erste Zwischenstand wurde vor dem gesammelten Interone-Team gepitcht. Für unsere Bootcamper:innen hieß das: Modus Ausnahmesituation. „Ich bin eigentlich nicht der Beste im Präsentieren“, sagt der angehende Motion Designer Kevin. „Aber wenn der Druck da ist, wenn du weißt, dass das ganze Team gerade zuschaut, dann ist das schon ein kleiner Adrenalinkick – und dann macht es natürlich Spaß.“ Und es wurde deutlich, wie hilfreich so ein Mini-Pitch sein kann.

Angelina erinnert sich: „Eigentlich war es eine kleine Katastrophe. Inhaltlich noch nicht rund, unfertige Präsentation, alles nur halb ausgereift. Das war zwar so geplant, aber auch ein komisches Gefühl. Doch das Feedback hat uns dann nochmal die Augen geöffnet, sonst hätten wir uns verrannt.“ Was folgte, war ein großer Motivationsschub für die Zielgerade – und ein letzter Sprint Richtung Fotofinish.

Dann, im Juni, wurde die Kampagne nach einem Tag voller Nervenkitzel, kleiner Pannen und spontan auftretenden Hürden eingereicht. Vorbei war es damit aber noch nicht. Die letzte Challenge: die finale Kampagne und die daraus gezogenen Learnings vor den Kolleg:innen pitchen. Denn natürlich wollten alle wissen, wie das Märchen ausgeht. Ein letztes Mal Anspannung, ein letztes Mal vor rund fünfzig Leuten auf der digitalen Bühne stehen – und den Applaus ernten. Zwar remote und hier und da vielleicht doch eher sitzend im Home Office – aber auch digitaler Applaus kann klatschen. Und zwar zurecht, denn nur kurze Zeit später wurde es offiziell verkündet: Das Team gewinnt den Publikumspreis beim Ideenwettbewerb für respektvolles Verhalten in der Natur. Gemeinsam als Team werden sie im Oktober das Oberallgäu im Rahmen eines Erlebniswochenendes erkunden. Absolut verdient!

Coming soon: Das Märchen geht in die 2. Staffel

Fünf Monate Bootcamp-Praktikum haben es in sich. Und ein Bootcamp-Pitch ist zwar ein großes Highlight, aber natürlich nicht das Einzige. Am Ende stehen zahlreichen neue Eindrücke, neue Kolleginnen und Kollegen, aus denen neue Freundschaften wurden und Learnings, die unsere Bootcamper:innen einen Schritt weiterbrachten. Etwa Ashley, die im Projektmanagement begann und während des Pitches Ihre Leidenschaft für Strategie entdeckte. Krystian, der seine kreative Ader entdeckte. Oder eben Angelina und Kevin, denen das Bootcamp gezeigt hat, dass sie auf genau dem richtigen Weg sind. Und ganz nebenbei gab es da ja auch noch das Tagesgeschäft, in das sich alle vier nahtlos einfügten – und bisweilen mit unterhaltsamen Auftritten in unserem „Join the Interone Game“-Video für Furore sorgten.

Und – nicht zu vergessen – auch wir als Interone haben gewonnen: Nämlich vier neue Werksstudent:innen, von denen wir jetzt schon wissen, was sie auf dem Kasten haben!

Die eingereichte Kampagnenidee „Grimm ungefiltert“ gibt es hier zum Nachlesen.